Aktuelles

Nachrichten aus dem Projekt

Freitag, 25. September 2015

Workshop zum Kodieren von Korrespondenz-Metadaten

Die TEI Correspondence Special Interest Group lädt zum Workshop "Encoding correspondence meta data with correspDesc" ein, der am Dienstag, den 27. Oktober 2015, im Rahmen der TEI-Konferenz in Lyon (26.-31. Oktober 2015) stattfinden wird.

Im Workshop soll diskutiert werden, wie man Korrespondenz-Metadaten mit Hilfe des neuen Elements <correspDesc> kodieren kann und wie man mit Korrespondenz-spezifischen Phänomenen umgeht, die bisher nicht in <correspDesc> kodiert werden. Insbesondere sollen auch konkrete Probleme und Löungen der Teilnehmer in diesem Bereich diskutiert werden.

Außerdem wird das Projekt "correspSearch" und das "Correspondence Metadata Interchange Format" (CMIF) kurz vorgestellt und die Teilnehmer in die Erstellung eines digitalen Briefverzeichnisses eingeführt.

Die Teilnehmer können im Vorhinein ihre Kodierungsbeispiele, Probleme und Fragen an das Workshop-Team senden, so dass sie im Workshop dann diskutiert werden können.

Interessierte Wissenschaftler/-innen müssen sich erst für die TEI Konferenz registrieren, danach können sie sich hier für den Workshop anmelden.

Der Workshop wird organisiert von:

  • Peter Stadler (Carl Maria von Weber-Gesamtausgabe)
  • Sabine Seifert (Humboldt-Universität Berlin)
  • Marcel Illetschko (Österreichische Nationalbibliothek)
  • Stefan Dumont (Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften)

Mittwoch, 17. Juni 2015

Projekt gewinnt Berliner DH-Preis 2015

Das Projekt „correspSearch“ wurde mit Berliner Digital Humanities Preis 2015 (1. Platz, dotiert mit 1200 €) ausgezeichnet. Die Jury begründete die einstimmge Vergabe des Preises folgendermaßen:

„Die Besonderheit liegt darin, dass mit dem Webservice Verknüpfungen zwischen unterschiedlichen Briefeditionen hergestellt werden können. Dies war zwischen einzelnen Editionen bisher nicht möglich. Das Projekt setzt innovative Digital Humanities Techniken ein. Es ist zu erwarten, dass es andere geisteswissenschaftliche Projekte infizieren und ermutigen kann, Digitalisierungen von Briefeditionen zu erstellen und diese nutzbar und verknüpfbar zu machen.“

In der Projektwürdigung hob Jurymitglied Ralf Stockmann u.a. hervor:

„Es werden ausschließlich Metadaten bereitgestellt [...]; die Verlinkungen erfolgen zu den eigentlichen Editionen. Diesen wird damit auch kein Traffic entzogen.“

Die Jury lobte auch die „maximale Transparenz“ des Webservices und dass die gesammelten Daten nicht im Projekt verbleiben, sondern über eine freie Schnittstelle zur weiteren Nachnutzung zur Verfügung gestellt werden. Und so kam Stockmann zu dem Schluss:

„correspSearch ist ein Projekt, dass sich selbst zurück nimmt, und den Weg bereitet für andere, großartige Projekte. Ein Projekt, dass nicht den Vorhang hochzieht und der staunenden Welt eine schillernde neue Oberfläche präsentiert - sondern erst die interdisziplinäre Bühne bereit stellt, auf der andere Projekte strahlen können.“

Der Jury gehörten an:

  • Anne Baillot (Humboldt-Universität zu Berlin / Einstein-Zirkel Digital Humanities)
  • Marian Dörk (Fachhochschule Potsdam, Information Visualization)
  • Gerd Graßhoff (Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Philosophie / Exzellenzcluster TOPOI)
  • Elisabeth Lindinger (Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, Forschungsgruppe Creative Media / Innovationsforum „Interactive Technologies“)
  • Ralf Stockmann (Staatsbibliothek zu Berlin-Preußischer Kulturbesitz, Referatsleiter Innovations-Management)

Der Berliner Digital Humanities Preis wurde zum ersten Mal durch den Interdisziplinären Forschungsverbund Digital Humanities in Berlin (if|DH|b) verliehen. Ausgezeichnet wurden herausragende und innovative DH-Projekte aus dem Raum Berlin. Die Jury bewertete den innovativen Charakter, die konsistente Nutzung von Standards und Normdaten sowie besondere Anstrengungen, die eine nachhaltige Verfügbarkeit der Projektergebnisse gewährleisten. Insgesamt wurden drei Preise im Gesamtwert von 3000 EUR vergeben. Der zweite Preis ging an das Projekt „1914-1918-online. International Encyclopedia of the First World War“. Der Nachwuchspreis wurde an Florian Barth für die Bachelorarbeit „Das Werk Bertolt Brechts und seine Mitarbeiter“ verliehen (siehe Würdigung von Anne Baillot).

Der if|DH|b bündelt und vernetzt die Vielzahl der ambitionierten Projekte, Institutionen, Initiativen und Aktivitäten im Raum Berlin und Brandenburg. Er schafft ein Forum für die Stärkung der gemeinsamen Interessen in Forschung, Lehre und nachhaltiger Datenbereitstellung quer über die etablierten Fach- und Organisationsgrenzen hinweg. In gemeinsamer Arbeit sollen die Leistungen und Kompetenzen auf dem Gebiet der Digital Humanities am Standort Berlin sichtbar gemacht und ausgebaut werden. Einmal jährlich verleiht der if|DH|b den Berliner Digital Humanities Preis an innovative DH-Projekte.